Dorsale Agno - Leogra

Die linie der bollwerke

Vom Passo di Priabona bis zu den Grabenanlagen bei Vicenza war der südliche Teil der Verteidigungslinie Ortogonale 1 am Bergrücken von Agno- und Leogratal von einer Reihe von Bollwerken geprägt, die die Ebene von Vicenza überragten. Die wichtigsten dieser Bollwerke trugen die Bezeichnungen Monte Piano, Castellaro, Guizza und Monte del Vento. Im April 1917 hatte General Cadorna, Generalstabschef der italienischen Streitkräfte, eine Richtlinie erlassen, mit der diese Lösung umgesetzt werden sollte. Dabei sollten die Höhen über dem Gebiet von Vicenza und Malo genutzt werden, um die Pässe von Priabona, Torreselle und Ignago zu kontrollieren. Die italienischen Kommandobehörden waren der Ansicht, dass hier die feindlichen Angriffe zur Umgehung der Grabenanlagen bei Vicenza in Richtung auf Verona vorgetragen werden sollten. In Ignago traf die Ortogonale 1 auf die Außenlinie dieser Anlagen. Die Befestigungsarbeiten wurden vom Kommando der militärischen Baubehörden der 1. Armee geplant und von Tausenden von militärischen und zivilen Arbeitern ausgeführt.

Das bollwerk

In diesem Bollwerk finden sich alle Einrichtungen zur Feldverteidigung: Laufgräben, Stellungen für Schützen und Maschinengewehre, Scheinwerferposten und Unterstände in Höhlen. Die ganze Anlage wurde durch einen breiten Streifen aus Drahtverhau geschützt. Außerdem gab es überall Stellungen für Geschütze kleinen und mittleren Kalibers, die auch die Flanken der Bollwerke schützen konnten. Zwischen Torreselle und Ignago waren fünf Haubitzen von 149 mm und sechs Kanonen von 105 mm vorgesehen. Für die Bewegung von Truppen und Artillerie und für die Versorgung der Bollwerke wurde ein dichtes Netz von Straßen, Maultierpfaden und Wegen hinter der Linie angelegt. Die wichtigste Hangstraße führte von Priabona am geschützten Hang hinunter durch Carlini und Valdilonte bis nach Torreselle und Ignago. Von dort aus ging es den Kamm entlang auf Creazzo zu, um die Bollwerke zu versorgen. Weitere Straßen führten vom Ontetal und vom oberen Valdiezza hinauf. Sie alle waren mit in den Hang gegrabenen Unterständen ausgestattet.