Civillina e Cengio

Die strassen der bollwerke

Entlang der großenVerteidigungslinie Ortogonale 1 stellte der Monte Civillina (964 m) mit seinen 149-mm-Kanoen einen wichtigen Angelpunkt für die Verteidigung im Fall eines Zusammenbruchs der Pasubio-Front dar. Hier schnitt die Ortogonale 1 die Ortogonale 2, die einen Querriegel durch die Täler von Agno und Leogra bildete. An dieser Linie, die 1918 von Campodavanti über den Spitz di Recoaro und den Monte Civillina ins Leogratal und von dort aus bis zu den Hängen des Novegno verlief, wurde das bedeutende Bollwerk von Monte Cengio (838 m) errichtet, das mit seinen Batterien das Leogratal und die Berghänge des Monte Civillina und des Monte Enna beschießen konnte.

Zur Verschiebung von Menschen und Material und zur Versorgung der Linien planten und errichteten die militärischen Baubehörden ab 1916 ein umfassendes Straßensystem hinter den Linien, über das man von der Talsohle auf die Hänge gelangte.

Alternativ zur wagentauglichen Straße Magrè – Passo Zovo – Passo del Colombo – Monte Civillina, die dem feindlichen Artilleriebeschuss ausgesetzt war, wurde die Verbindung Passo Zovo – Castrazzano – Civillina ausgebaut.

Für den Fall eines feindlichen Vormarsches wurden Löcher gebohrt und mit Sprengstoff gefüllt, um die Verbindungsstraßen zum Bollwerk zu kappen.

Zur Erinnerung an die Fertigstellung einer neuen Straße von der Talsohle des Agnotales wurde 1916 ein Gedenkstein aufgestellt, der heute noch sichtbar ist und die folgende Aufschrift trägt: MCMXVI / R-ESERCITO ITALIANO / 1A ARMATA.